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Hinter meine vier Wände rufe ich, mein Freund - Festival der Uraufführungen

"Hinter meine vier Wände rufe ich, mein Freund" - Veza Fernández E/A

In ihrer neuen Performance Behind my four walls I call you my friend untersucht Veza Fernández verschiedene Formen von Nähe und Intimität. Vier Frauen*, die allein in ihren Zimmern sind, sprechen gleichzeitig auf einer Bühne zu sich selbst und versuchen, trotz einer drohenden Trennung eine Verbindung zu finden. Jede von ihnen schafft durch ihr Sprechen einen intimen dialogischen Raum für sich selbst; von dem aus fragen sie sich: Für wen spreche ich, wenn ich mit mir selber spreche? Mit wem spreche ich, wenn ich mit mir selber spreche? Ihre Texte schaffen ein soziales Gefüge, von dem aus wir unser eigenes Spiegelbild mit verzweifeltem Humor, sinnlicher Leidenschaft und poetischer Kraft betrachten können. Eine dichte Wolke intimer, nebeneinander existierender Stimmen, die sich gegenseitig unterstützen, lädt das Publikum ein, über die Ohren hinaus zu hören und über eine fixe Position hinaus zu blicken, in die Unordnung von Gefühlen, weiblicher* Sinnlichkeit und desorientiertem Denken. Ein nicht endender Redefluss, der voluminös genug ist, um einen Raum zu schaffen, der bewohnt und geteilt werden kann. Wo Ethik zu einer taktilen Angelegenheit wird und das Gemeinsame zu einem dramatischen Tool, um ein Gefühl der Verbundenheit wiederherzustellen. Wo das Persönliche, das Öffentliche, das Physische, das Virtuelle, das Abstrakte und das Relationale all ihre Grenzen verwischen und dieses Binäre, von dem wir uns so schwer trennen können, über den Haufen werfen. In Zeiten wie diesen, in denen Kommunikation und Nähe zusammenbrechen, in denen Paranoia, Angst, Reizüberflutung und gestörte Aufmerksamkeit unsere kollektive Psycho-Sphäre beherrschen, könnte das Theater einen Raum bieten, in dem wir üben können, wie wir es miteinander aushalten und Zuflucht in den unvermeidlichen Veränderungen finden. Das Weibliche* als Platzhalter für unkontrollierte Relationalität, Exzess, Wahnsinn und Gefühl könnte uns auf dieser Reise leiten oder uns zumindest auf die eine oder andere Weise berühren.

Konzept, Text, Choreografie, Performance: Veza Fernández
Text, Choreografie, Performance: Claire Lefèvre, Imani Rameses, Venuri Pereira, Barbara Kraus
Musik, Performance: Conny Frischauf
Aussenstehende Augen, Ohren, SchreiberInnen: Carolina Bianchi, Aubrey Birch, Phillip Gehmacher
Produktion: mollusca productions
Bühne, Kunst: Lisa Braid
Kostüm, Kunst: Sarah Sternat
Lichtgestaltung: Christina Bergner

Eine Koproduktion von Verein für Expressive Angelegenheiten, THEATERland STEIERmark und brut Wien. Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien und des BMKOES - Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport.

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