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Frau Perchtl zieht durch Teile des Murtals

Wir im Murtal lieben unsere Traditionen und Bräuche und sind sehr bedacht darauf diese zu erhalten und zu leben. Die Dreikönigsnacht, die Nacht von 05. auf 06. Jänner wird auch die Perchtlnacht genannt. Hier ziehen die Perchtl durch die Lande. Im Pölstal und in Hohentauern gibt es hierzu sehr besondere Bräuche.

Eine Sage erzäht:

Frau Perchtl, eine alte buckelige Hexengestalt zieht in der Nacht von 05. auf 06. Jänner durch die Lande. Begleitet wird sie von einer Schar ungetaufter Kinderseelen.


Eine Bäuerin stellte in dieser Nacht immer einen Teller Milch mit mehreren Löffeln herum für Frau Perchtl und ihre Kinder bereit. Diese betraten um Mitternacht die Bauernstube und genossen jeder ein Tröpfchen Milch. So blieb stets das Glück und der Friede in diesem Haus. Das Einzige was Frau Perchtl dafür verlangte, war, dass sie und ihre Kinder bei ihrem Besuch von niemandem beobachtet wurde.

Ein Knecht am Hof machte sich über den Glauben seiner Dienstfrau lustig und versteckte sich beim nächsten Besuch der Frau Perchtl im Ofen und staunte als Frau Perchtl mit ihrem Gefolge den Raum betrat. Natürlich bemerkte ihn Frau Perchtl und sagte zu einem ihrer Kinder: „Decke die Lücke zu,“ und es wurde dunkel. Der Knecht erblindete. Der Pfarrer riet dem Knecht dazu, sich in der nächsten Perchtlnacht wieder im Ofen zu verstecken. Dies tat er. Wieder kam Frau Perchtl und befahl einem ihrer Kinder: „Mach die Lücke auf!“ Der Knecht bekam sein Sehvermögen zurück.


Frau Perchtl zieht noch immer durch die Lande

Im Pölstal und in Hohentauern ziehen die Perchtln von Haus zu Haus und bringen den Bewohnern Glück. Im Pölstal besuchen euch Hexengestalten mit einer großen Schere, Besen und Schaufel ausgestattet, die Frau Perchtl nachstellen. Sie fegen das Böse aus dem Haus. Ein Schnapserl darf dabei nicht fehlen.

In Hohentauern werdet ihr von schwarzen vermummten Gestalten besucht, die mit ihren Putztüchern euer Haus vom Bösen sauber putzen.


Diese Tradition wandert von Generation zu Generation und wird so im Murtal weitergelebt.

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