Murtal Steiermark

MEIN MURTAL. MEIN URLAUB.

 
 

 

 

Treffpunkt Brauchtum

Kultur und Tradition beleben das Murtal in den Städten Judenburg, Knittelfeld und Murau mit klassischer und moderner Kunst. Mit Lesungen, Ausstellungen und Vorträgen.
In Murau, der Holzhauptstadt inmitten der steirischen Holzwelt, folgt man historischen Spuren in der charmanten Altstadt. Je höher am Berg und je kleiner das Dorf, desto ursprünglicher und lebendiger auch das Brauchtum.
So bildet beispielsweise der Almabtrieb den Abschluss der Almweidezeit. Ein wahrer Augenschmaus: Das mit bunten Kränzen und großen Weidenglocken geschmückte Vieh.
Sehenswert ist auch der „riesen“große Samson, der jährlich am 15. August von der Bürgergarde mit lauten Salutschüssen begleitet durch Murau getragen wird. Beinahe mystisch hingegen ist der Brauch des Räucherns in den Rauhnächten, um Unheil von Haus und Hof fernzuhalten.


Faschingsrennen

Der Lauf am 27.02.2017 wird von Burschen und Männern durchgeführt, auch Frauenrollen werden von Männern dargestellt. Es lohnt sich, einmal dabei zu sein, wenn im Morgengrauen der Wegauskehrer, der Heanagreifer (Hühnergreifer) im Federgewand, dahinter die Schellfaschinge, bekleidet mit kurzer Lederhose, darunter weißer langer Unterhose, weißem Hemd mit buntem Tuch um die Schultern, um die Mitte einen Schellenkranz, am Kopf eine bunte Spitzkappe und mit einem langen Stab in der Hand, unter Geschrei „auslaufen“. Dieser Brauch ist übrigens auch UNESCO Weltkulturerbe.

Almabtrieb

Der Almabtrieb ist das Dankfest der Bauern, Senner und Hirten, wenn das Vieh wieder gesund von der Alm zurück in den Stall kommt.
Mit großem Aufwand werden die Tiere wunderschön geschmückt. Der Schmuck besteht aus Latschen, Fichten, Granabitten und Alpenblumen, verziert mit bunten Bändern, Flitter und Spiegeln. Als weiteren Schmuck erhalten die Kühe meist Glocken um den Hals.
Die Kühe haben, je nach Rangordnung, verschieden klingende Glocken umgehängt. Das Aufkranzen des Almviehs wird urkundlich erstmals in einem Pustertaler Inventar von 1746 erwähnt. Das Schmücken der Tiere beim Almabtrieb dürfte jedoch auf wesentlich ältere Zeiten zurückgehen. 

Der größte Almabtrieb der Steiermark findet vom Lachtal aufs Hochegg statt - ca. 450 Almtiere werden von den umliegenden Almen direkt aufs Hochegg getrieben. Auch die Almabtriebe in Gaal und Rachau sind bekannt für wunderschön geschmückte Tiere. 

Rauhnächte-Räuchern

Auf den Bergbauernhöfen ist das Räuchern noch "Pflicht", um in den finsteren Rauhnächten böse Mächte fern zu halten und das Gedeihen von Vieh und Land zu sichern; keine Bäuerin lässt die Wäsche bis zum Sonnenuntergang auf der Leine, zu groß ist die Gefahr, sich Geister mit ins Haus zu bringen.
Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht mehr alleine auf der Straße sein. Darüber hinaus darf nicht Karten gespielt werden.
Je nach Region unterscheidet sich die Anzahl der Rauhnächte zwischen drei und zwölf Nächten. Als die vier wichtigsten Rauhnächte werden der Thomasnacht, Heilige Abend, Christnacht, Silvester und die Nacht der Dreikönige bezeichnet.